Facebook Werbung ist ein komplexes Thema, was schon im ersten Schritt scheitern kann, wenn das eingestellte Kampagnenziel falsch gewählt wird. Das Kampagnenziel entscheidet maßgeblich über den Erfolg deiner Werbung auf Facebook.

In diesem Artikel erkläre ich dir, warum das so ist und wie du sicherstellst, dass du immer das richtige Kampagnenziel für deine Werbeanzeigen einstellst, um effiziente Anzeigen schalten zu können und die Macht von Facebook richtig auszunutzen.

Facebook Werbung Grundlagen: Das Kampagnenziel

Wenn du eine neue Facebook Werbekampagne erstellst, wirst du zuerst nach dem Kampagnenziel gefragt. Hier gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, aus denen du wählen kannst:

Die große Auswahl an Optionen kann hier schnell überfordernd wirken und verleitet dazu, einfach die Option „Traffic“ zu verwenden, was meist das falsche Kampagnenziel ist, obwohl es erstmal richtig klingt.

Was „Traffic“ bedeutet:

An dieser Stelle kurz die Erklärung, was „Traffic“ überhaupt bedeutet: Traffic bedeutet Besucherströme für eine Internetseite erzeugen. Heißt: Möglichst viele Klicks zu erzeugen, die auf deine Internetseite verweisen.

»Aber Kevin, warum sollte ich denn Traffic nicht als Ziel auswählen? Ich will doch viele Besucher auf meiner Internetseite!«

Dieser Einwand könnte gerade in deinen Gedanken aufgetaucht sein, weshalb ich ihn an dieser Stelle direkt aufgreifen möchte, bevor ich dir die anderen (und meist besseren) Kampagnenziele erkläre.

 

 

Traffic ist fast immer ein schlechtes Kampagnenziel

Bevor du Traffic als Kampagnenziel auswählst, solltest du dich immer Fragen, ob „mehr Besucher für meine Internetseite generieren“ wirklich das Ziel deiner Werbekampagnen ist. Fast immer ist die Antwort auf diese Frage nämlich „Nein“! Also warum solltest du das dann als Ziel bei Facebook Werbung einstellen?

Vielen wählen Traffic, weil sie es einfach nicht besser wissen und die Möglichkeiten und Macht von Facebook gar nicht kennen. Also nehmen sie Traffic und erhalten – wenn es gut läuft – viele Klicks auf ihre Werbeanzeigen, aber keine bis kaum Kunden oder Leads.

Das ist kein Wunder, denn wenn du Traffic als Kampagnenziel einstellst, strahl Facebook deine Werbeanzeigen an die Menschen aus, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auf deine Anzeige klicken. Mehr nicht.

Facebook schaut nur, dass du möglichst viele Klicks erzielst. Ob daraus am Ende Käufer deiner Produkte oder Abonnenten deines Newsletters werden, interessiert Facebook nicht, da du das Ziel Traffic ausgewählt hast.

Facebook optimiert deine Werbung immer am eingestellten Ziel!

Um es nochmal zu verdeutlichen: Facebook schaut aktiv nach Facebook-Usern, die ähnlich sind, wie die User, die schonmal auf deine Anzeige geklickt haben. Das klingt vielleicht jetzt gar nicht so schlecht, aber eigentlich willst du nicht noch mehr Besucher auf deiner Seite, die die gewünschte Handlung (wie z.B. einen Kauf tätigen) NICHT durchführen.

Du willst mehr Besucher, die die gewünschte Handlung WIRKLICH durchführen…oder?

Aber das weiß Facebook an der Stelle nicht, weil du Facebook mit dem Kampagnenziel Traffic gesagt hast »Guck bitte nach Menschen, die auf meine Werbung klicken (der Rest ist mir egal)«.

»Ok, Kevin…was ist die bessere Alternative?«

Die Antwort darauf ist: Ein anderes und besseres Kampagnenziel. Und zwar Conversions oder Leadgenerierung.

Das bessere Kampagnenziel: Conversions oder Leadgenerierung

Ok, jetzt wissen wir, dass Traffic kein gutes Kampagnenziel ist und können uns den besseren Alternativen zuwenden: Conversions und Leadgenerierung, denn das ist es, was wir eigentlich mit unserer Werbung erreichen wollen.

Wir wollen ja nicht nur Geld für Besucher auf unserer Internetseite aus dem Fenster werfen, wenn diese am Ende eh nicht machen, was wir gerne von ihnen hätten.

Was Conversions bedeutet:

Kurz eine Aufklärung der zwei Begrifflichkeiten: Conversions bedeutet so viel wie Abschlüsse. Das kann z.B. der Kauf eines Produktes oder die Anmeldung bei deinem Newsletter sein. Es wird also eine Wunschhandlung festgelegt und wenn diese durchgeführt wird, ist das eine erfolgreiche Conversion.

Was Lead bedeutet:

Ein Lead ist ein Interessent für deine Dienstleistungen oder Produkte. Eine Leadgenerierung zielt darauf ab, die Kontaktdaten eines potenziellen Kunden zu erhalten. Das kann z.B. der Name, die Telefonnummer und/oder die E-Mail-Adresse sein.

Wir können übrigens auch mit dem Kampagnenziel Conversions wunderbar Leads generieren. Das Kampagnenziel Leadgenerierung bei Facebook heißt nämlich, dass wir die Kontaktinformationen direkt innerhalb von Facebook erhalten und nicht auf eine unserer Internetseiten verlinken, auf der dann ein Kontaktformular zu finden ist.

Wenn wir den Weg über unsere eigenen Internetseite gehen wollen, müssen wir immer Conversions als Kampagnenziel auswählen.

Wann welches der beiden Kampagnenziele ausgewählt werden sollte

Das Kampagnenziel Conversions solltest du in folgenden Situationen verwenden:

  • Du willst Verkäufe erzielen (egal ob Produkt oder Dienstleistung)
  • Du willst mehr Anfragen für ein kostenloses Beratungsgespräch / eine kostenlose Probe deines Produktes über deine Website generieren
  • Du willst mehr Abonnenten für deinen Newsletter generieren und das über deine eigene Internetseite oder eine Landingpage tun

Das sind die drei häufigsten und wichtigsten Ziele, bei denen das Kampagnenziel Conversions die richtige Wahl für dich ist.

Die Macht von Facebook und seiner riesigen Datenbank kommt mit dem Werbeziel Conversions so richtig zur Geltung, was zu effizienten Werbekampagnen führt.

Facebook wird nämlich jetzt für dich automatisch nach Menschen Ausschau halten und ihnen deine Werbeanzeigen zeigen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit, deine gewünschte Aktion (Conversion) durchführen werden.

Facebook wird mit jeder erfolgreichen Conversion, die über deine Werbekampagnen generiert wurde schlauer. Je mehr Menschen die gewünschte Conversion durchführen, umso besser kann Facebook beurteilen, welche Eigenschaften diese Menschen gemeinsam haben und dann nach passenden Menschen auf Facebook suchen.

Diese passenden Menschen, die ähnlich sind, wie die Menschen, die bereits die Handlung durchgeführt haben, bekommen dann deine Anzeigen angezeigt.

Somit werden deine Werbekampagnen erfolgreicher, günstiger und erzielen mehr Conversions.

Das klingt fantastisch, oder? Und das beste daran ist, dass es die ganze Gestaltung deiner Werbekampagne vereinfacht. Du musst gar nicht deine Zielgruppe großartig eingrenzen und definieren, wenn du das Kampagnenziel Conversions auswählst, weil Facebook automatisch für dich die richtige Zielgruppe finden wird.

Wichtig: Zielgruppe nicht zu spezifisch einstellen!

Und das ist an dieser Stelle eine wichtige Information für dich: Bitte stell deine Zielgruppe nicht zu klein ein, wenn du das Kampagnenziel Conversions verwendest.

Facebook wird nach und nach deine perfekte Zielgruppe finden, die deine Wunschhandlung wahrscheinlicher durchführen wird. Wenn du Facebook schon Vorab zu sehr einschränkst, indem du eine sehr enge Zielgruppe einstellst, bremst du Facebook selbst aus und verhinderst eine erfolgreiche Werbekampagne.

Conversions ist wirklich ein mächtiges Kampagnenziel, bei dem die unglaublichen Möglichkeiten von Facebook Werbung so richtig zur Geltung kommen können. Nutze diese Möglichkeiten!

Kommen wir zum Kampagnenziel Leadgenerierung.

Das Kampagnenziel Leadgenerierung solltest du in folgender Situation nutzen:

  • Wenn du Kontaktinformationen direkt über Facebook generieren willst, ohne eine eigene Internetseite zu haben / verwenden zu wollen

Das war es eigentlich schon.

Lead-Ads haben Vorteile

Die Frage ist, warum solltest du deine Internetseite außen vor lassen, um Kontaktinformationen zu generieren. Ganz einfach: Weil die Facebook User so Facebook gar nicht verlassen müssen, um dir ihre Kontaktinformationen zu geben.

Bei einer Werbekampagne mit dem Ziel Leadgenerierung wird nach dem Klicken auf eine Werbeanzeige automatisch innerhalb von Facebook ein Fenster geöffnet, welches du modifizieren und zur Generierung von Kontaktinformationen nutzen kannst.

Du kannst dir sozusagen eine Mini-Landingpage innerhalb von Facebook bauen.

Du bestimmst das Titelbild, den Text im Fenster, sowie die Informationen, die du vom Interessenten erhalten möchtest.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Facebook bereits die Kontaktinformationen vom User hat. Das heißt, dass die Informationen wie z.B. Name, E-Mail oder Telefonnummer bereits vorausgefüllt in dem Formular sind. Der User muss nur noch auf Absenden klicken, um dir deine Infos zu senden, ohne sie vorher überhaupt eingeben zu müssen.

Auf deiner Internetseite müsste er sie auf jeden Fall selbst eingeben. Das bleibt ihm bei Kampagnen mit dem Ziel Leadgenerierung erspart und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass er dir seine Daten zukommen lassen wird.

Je weniger Hürden es für den Interessenten gibt, umso wahrscheinlicher ist es, dass er die gewünschte Handlung durchführt.

Deshalb solltest du eigentlich immer, wenn du Leads generieren willst, parallel zu einer Conversion Kampagne eine Leadgenerierungskampagne ausprobieren, um sie gegeneinander zu testen.

Wie genau du solch eine Leadgenerierungs- und Conversion-Kampagne weiter aufsetzt, würde jetzt den Rahmen dieses Artikels sprengen. In meinem Buch »Facebook-Werbung für Unternehmer«, sowie in einem Selbstlernkurs in meinem Mitgliederbereich, erkläre ich dir die Einrichtung von Facebook Kampagnen Schritt für Schritt. Das Buch ist übrigens ebenfalls im Mitgliederbereich als PDF enthalten.

Klicke auf das Bild, um weitere Infos zum Mitgliederbereich zu erhalten

 

Bevor ich den Artikel beenden möchte, will ich aber unbedingt noch auf die Voraussetzungen für gute Conversion Kampagnen eingehen. Denn es gibt ein paar Dinge, auf die du achten musst, damit Conversion Kampagnen überhaupt möglich sind und gut funktionieren können.

 

Voraussetzungen für effektive Facebook Werbung

Um Conversion Kampagnen schalten zu können, musst du den Facebook Pixel auf deiner Internetseite installieren, sowie die sogenannten Event Codes auf den passenden Seiten implementieren.

Wenn du z.B. einen Shop hast, musst du den Pixel auf allen deinen Seiten integrieren, sowie die Event Codes „In den Einkaufswagen“, „View Content“, „Kauf“ und bei Bedarf weitere Event Codes wie z.B. „Kaufvorgang gestartet“ in deine Internetseite einbauen.

Event Codes richtig integrieren

Die meisten Event Codes erklären sich von selbst. Heißt: Es wird recht offensichtlich, an welche Stelle deiner Internetseite sie eingebaut werden sollen. Der Event Code für „Kauf“ wird auf der „Danke für deinen Einkauf“ Seite platziert, nachdem jemand bei dir gekauft hat. Der Event Code „View Content“ kommt auf die Produktseite, auf der es Infos zu einem bestimmten Produkt gibt. Und so weiter.

Pixel unbedingt installieren

Wenn du den Pixel nicht installierst, kannst du keine Conversion Kampagnen verwenden. Und wenn du den Pixel installierst, aber die Event Codes nicht oder nicht richtig integrierst, hast du ebenfalls ein großes Problem.

Nur wenn diese Dinge richtig eingebaut sind, kann Facebook Werbung vernünftig funktionieren und die richtigen Daten sammeln, die nötig sind, um effizient zu arbeiten und gute Ergebnisse für dich herauszuholen.

Eine gewisse Anzahl an Conversions pro Woche sind nötig

Wichtig ist auch, dass du möglichst viele Conversions pro Woche erzielst. Facebook sagt selbst, dass 50 Conversions pro Woche ideal sind, um eine gute Datengrundlage zu haben, um die richtigen Menschen auf Facebook zu finden.

Ein kleiner Shop könnte es an dieser Stelle etwas schwierig finden, 50 Conversions / Verkäufe pro Woche zu erzielen. Das ist verständlich. Wenn du keine 50 Verkäufe pro Woche hast, hast du aber vielleicht 50 „In den Einkaufswagen legen“ Aktionen pro Woche. Dann solltest du vorerst diese Option als Conversion-Ziel bei Facebook angeben, bis du irgendwann genug Conversions für Verkäufe in der Woche generiert hast.

Hier wird es etwas kompliziert, aber es lohnt sich!

Ich weiß, dass das jetzt schon ziemlich tief geht und vielleicht etwas kompliziert klingt. Es ist aber enorm wichtig zu verstehen und zu nutzen, weil sonst Facebook Werbung eventuell zu einem teuren „Spaß“ werden kann, der dir im Endeffekt rein gar nichts bringt.

An dieser Stelle will ich auch die Hinweise auf den Datenschutz erwähnen: Du musst auf jeden Fall deine Datenschutzerklärung anpassen und ggf. auch einen Cookie Hinweis anzeigen, wenn du den Pixel rechtssicher verwenden willst.

Ein Datenschutzexperte kann dir hier weiterhelfen. Ich arbeite schon lange mit einem guten Experten zusammen – frag mich einfach, wenn ich eine Verbindung herstellen soll.

 

 

Hast du das riesige Potenzial von Facebook Werbung erkannt und willst es nutzen?

Wenn du das Potenzial von Facebook Werbung erkennst, es aber nicht so umsetzen kannst, wie in diesem Artikel beschrieben, melde dich doch einfach bei mir. Ich unterstütze dich gerne dabei.

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